Entstehung und Gewinnung der Kalisalze
Unsere Dünger und chemischen Rohstoffe sind
Naturprodukte, die
aus Meeresablagerungen Hergestellt werden.
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Vor 200 Millionen Jahren floss salzhaltiges Meerwasser (1 ) über flache
Meerengen (Barren) (2) in Tiefebenen (3), wo es verdunstete (4). Bei hoher
Salzkonzentration wurde das Kalisalz ausgeschieden und auf dem Boden der
Salzmeere abgelagert (5). In späteren Jahrtausenden wurden sie von Erdmassen
zugedeckt und dadurch vor der Auflösung geschützt.
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Das Kalirohsalz besteht aus
Sylvinit, einem Gemisch aus Kaliumchlorid,
Natriumchlorid und einem unlöslichen Teil aus Ton und Schiefer. Der Abbau
findet zwischen 600 und 1000 m Tiefe statt. Bei solchen Tiefen ist das Gestein
sehr warm und erfordert eine starke Belüftung. Hinter den Abbaustellen lässt
man die Hohlräume laufend einstürzen. Dadurch kann man den Druck auf die
Zubringerstrecken zum Schacht unter Kontrolle halten.
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Die heutigen Abbaumethoden erfordern leistungsfähige Maschinen wie die Schrämmaschine,
welche die Sylvinitschicht auf einer Breite von 1 m ohne Sprengstoff abbaut.
Hinter dieser Fräse läuft ein Förderband, welches das zerkleinerte Rohsalz zu
den Extraktionsschächten transportiert. Dort wird es in grosse Förderkörbe (Skips)
mit einem Fassungsvermögen von bis zu 20 Tonnen umgeladen und an die Oberfläche
befördert.
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In den ausgedehnten Fabrikationsanlagen werden aus den Kalirohsalzen
hochwertige Kalidünger hergestellt. In komplizierten Fabrikationsvorgängen
werden zuerst Ton und Schiefer entfernt, dann das unbrauchbare Natriumchlorid
vom Kaliumchlorid getrennt. Diese Trennung erfolgt entweder mechanisch (Flotationsverfahren)
oder aufgrund der unterschiedlichen Warmlöslichkeit zwischen Natrium- und
Kaliumchlorid (Heisslöse- oder thermisches Verfahren).
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